Für viele Paare und Frauen, die mit einer verminderten ovariellen Reserve, einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz, wiederholten erfolglosen Kinderwunschbehandlungen oder einem genetischen Risiko konfrontiert sind, eröffnet die Eizellspende eine reale Chance auf eine Schwangerschaft. Auch wenn es sich um eine sensible Entscheidung handelt, ist der eigentliche Ablauf heute gut etabliert – die Unterschiede zwischen den Ländern, etwa bei der Gesetzgebung, der Verfügbarkeit von Spenderinnen und den Kosten, bestimmen oft, wohin sich Patientinnen für die Behandlung entscheiden.

In diesem Artikel erklären wir, wie der Ablauf der Eizellspende aussieht, nach welchen Kriterien eine Spenderin ausgewählt wird und wie sich der rechtliche Rahmen und die Kosten in den Ländern unterscheiden, die Patientinnen am häufigsten wählen.

Wann wird eine Eizellspende in Betracht gezogen?

  • Verminderte ovarielle Reserve oder vorzeitige Ovarialinsuffizienz
  • Genetische Erkrankung, die nicht an das Kind weitergegeben werden soll
  • Wiederholte erfolglose Kinderwunschbehandlungen mit eigenen Eizellen
  • Fortgeschrittenes Alter der Mutter mit schlechtem Ansprechen auf die Stimulation
  • Fehlen der Eierstöcke (chirurgisch oder angeboren)
  • Wiederholte Fehlgeburten im Zusammenhang mit der Eizellqualität

Die endgültige Indikation wird immer von der behandelnden Fachärztin bzw. dem behandelnden Facharzt anhand der vollständigen Diagnostik gestellt – dieser Artikel dient als allgemeine Orientierung und ersetzt keine medizinische Beurteilung.

Wie läuft der Ablauf einer Eizellspende ab?

  1. Beratung und Diagnostik – Auswertung der Befunde und Einschätzung, ob eine Eizellspende eine geeignete Option ist
  2. Auswahl der Spenderin – die Klinik schlägt Spenderinnen anhand phänotypischer Übereinstimmung vor (Aussehen, Blutgruppe, in manchen Ländern auch Bildung/Interessen)
  3. Zyklussynchronisation – die hormonelle Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin wird mit dem Zyklus der Spenderin oder mit bereits eingefrorenen Eizellen aus einer Eizellbank abgestimmt
  4. Stimulation und Follikelpunktion bei der Spenderin – die Spenderin durchläuft eine kontrollierte ovarielle Stimulation und Follikelpunktion
  5. Befruchtung – die Eizellen werden mit dem Sperma des Partners oder eines Spenders befruchtet, meist mittels ICSI
  6. Embryonenkultur – das Embryologie-Team verfolgt die Entwicklung bis zum 3. oder 5. Tag (Blastozystenstadium)
  7. Embryotransfer – ein, seltener zwei Embryonen werden in die vorbereitete Gebärmutter der Empfängerin übertragen
  8. Unterstützung der Lutealphase und Schwangerschaftstest

 

Wie wird die Spenderin ausgewählt?

Die Kriterien für Spenderinnen sind in den meisten EU-Ländern ähnlich: Alter zwischen 18 und 35 Jahren, keine erblichen genetischen Erkrankungen in der Familienanamnese, negative Ergebnisse bei Infektionskrankheiten sowie hormonelles und genetisches Screening (Karyotyp, Trägerschaft der häufigsten rezessiven Mutationen). Die phänotypische Übereinstimmung (Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße, Blutgruppe) ist in Ländern mit anonymem Spendemodell Standard.

Es gibt zwei grundlegende Modelle:

  • Anonyme Spende – die Identität der Spenderin wird nicht offengelegt; angewendet in Spanien, Griechenland, Tschechien, Nordzypern und Georgien
  • Nicht-anonyme Spende / „Identity-Release“-Modell – das durch die Spende gezeugte Kind kann mit Erreichen der Volljährigkeit Informationen über die Spenderin erhalten; dieses Modell gilt z. B. in Österreich und im Vereinigten Königreich
Symbolbild: cremefarbene Formen, die Spermienzellen ähneln, bewegen sich auf eine rote Blüte zu, auf rosafarbenem Hintergrund.

 

Rechtlicher Rahmen und Richtpreise nach Ländern

Spanien

Anonyme Spende, größter Spenderinnen-Pool Europas, gesetzliche Begrenzung auf höchstens sechs Kinder pro Spenderin (einschließlich ihrer eigenen leiblichen Kinder). Richtpreis: €6.000–€9.500 pro Zyklus.

Griechenland

Anonyme Spende mit der Möglichkeit, dass die Empfängerin grundlegende, nicht identifizierende Informationen über die Spenderin erhält. Obere Altersgrenze für Empfängerinnen in der Regel bis 54 Jahre, ab 50 Jahren mit zusätzlichen Untersuchungen. Richtpreis: €5.000–€7.000.

Tschechien

Streng anonyme Spende, phänotypische Übereinstimmung gesetzlich vorgeschrieben. Seit 1. Jänner 2026 gilt ein neues Gesetz, das die Aufwandsentschädigung für Spenderinnen auf die tatsächlichen Kosten begrenzt und ein Maximum von sechs Spenden im Leben einer Spenderin einführt – dies könnte die Verfügbarkeit von Spenderinnen in nächster Zeit beeinflussen. Richtpreis: €4.200–€5.500.

Nordzypern (TRNC)

Anonyme Spende, eine der flexibelsten Regelungen der Region – höhere Altersgrenze für Empfängerinnen, in bestimmten Fällen auch Geschlechtswahl des Kindes möglich. Richtpreis: €5.000–€6.500.

Georgien

Anonyme Spende, gesetzlich geregelt, auch für alleinstehende Frauen zugänglich. Die Regulierung ist weniger standardisiert als in EU-Ländern, weshalb die Preise stärker variieren als in Europa. Richtpreis: $5.500–$9.500 (Pakete werden häufig in USD angegeben).

Österreich (zum Vergleich)

In Österreich ist die Eizellspende seit 2015 legal, jedoch ausschließlich im nicht-anonymen Modell – die Spenderin muss zustimmen, dass ihre Identität dem Kind nach Vollendung des 18. Lebensjahres zugänglich gemacht wird, was die Zahl verfügbarer Spenderinnen deutlich einschränkt und die Wartezeit verlängert. Der Verfassungsgerichtshof hat zudem angeordnet, dass die Zugangsbeschränkung zur Kinderwunschbehandlung für alleinstehende Frauen spätestens bis März 2027 aufgehoben werden muss, was die Regelungen zusätzlich verändern könnte. Aufgrund des begrenzten Spenderinnenangebots ist der Markt nicht in demselben Maß standardisiert wie in den oben genannten Ländern, weshalb die Preise klinikindividuell festgelegt werden.

Hinweis: Alle genannten Preise sind Richtwerte, die aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen und je nach Klinik, Protokoll und enthaltenen Leistungen (Medikamente, genetische Tests, Einfrieren, zusätzliche Transfers) variieren.

 

Worauf man bei der Wahl von Land und Klinik achten sollte

  • Ob der Preis „alles inklusive” ist oder Medikamente, Tests und ein eventueller zusätzlicher Transfer separat berechnet werden
  • Anzahl der im Paket enthaltenen Versuche/Transfers
  • Ob die Klinik garantierte Programme anbietet (Rückerstattung bei Misserfolg) und unter welchen Bedingungen
  • Kriterien und Transparenz bei der Auswahl der Spenderin
  • Ob das Reiseziel realistisch erreichbar ist – Flüge, Sprache, Logistik

 

Fazit

Die Eizellspende ist heute eine gut etablierte und sichere Methode der Reproduktionsmedizin, doch die Wahl von Land und Klinik hängt von mehreren Faktoren ab – nicht nur vom Preis. Gesetzliche Rahmenbedingungen, Spendemodell, Verfügbarkeit von Spenderinnen und Transparenz der Klinik sind ebenso wichtig wie der Paketpreis selbst.


Wenn Sie eine Eizellspende in Erwägung ziehen und nicht sicher sind, welches Land und welche Klinik am besten zu Ihrer Situation passen, unterstützt Sie unser Team dabei, die Optionen zu vergleichen, zu verstehen, was im Preis enthalten ist, und sich auf den nächsten Schritt vorzubereiten.

Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch mit dem VivaFert-Team und erfahren Sie, welche Option am besten zu Ihrer Situation passt.

Für viele Paare und Frauen, die mit einer verminderten ovariellen Reserve, einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz, wiederholten erfolglosen Kinderwunschbehandlungen oder einem genetischen Risiko konfrontiert sind, eröffnet die Eizellspende eine reale Chance auf eine Schwangerschaft. Auch wenn es sich um eine sensible Entscheidung handelt, ist der eigentliche Ablauf heute gut etabliert – die Unterschiede zwischen den Ländern, etwa bei der Gesetzgebung, der Verfügbarkeit von Spenderinnen und den Kosten, bestimmen oft, wohin sich Patientinnen für die Behandlung entscheiden.

In diesem Artikel erklären wir, wie der Ablauf der Eizellspende aussieht, nach welchen Kriterien eine Spenderin ausgewählt wird und wie sich der rechtliche Rahmen und die Kosten in den Ländern unterscheiden, die Patientinnen am häufigsten wählen.

Wann wird eine Eizellspende in Betracht gezogen?

  • Verminderte ovarielle Reserve oder vorzeitige Ovarialinsuffizienz
  • Genetische Erkrankung, die nicht an das Kind weitergegeben werden soll
  • Wiederholte erfolglose Kinderwunschbehandlungen mit eigenen Eizellen
  • Fortgeschrittenes Alter der Mutter mit schlechtem Ansprechen auf die Stimulation
  • Fehlen der Eierstöcke (chirurgisch oder angeboren)
  • Wiederholte Fehlgeburten im Zusammenhang mit der Eizellqualität

Die endgültige Indikation wird immer von der behandelnden Fachärztin bzw. dem behandelnden Facharzt anhand der vollständigen Diagnostik gestellt – dieser Artikel dient als allgemeine Orientierung und ersetzt keine medizinische Beurteilung.

Wie läuft der Ablauf einer Eizellspende ab?

1. Beratung und Diagnostik – Auswertung der Befunde und Einschätzung, ob eine Eizellspende eine geeignete Option ist.

2. Auswahl der Spenderin – die Klinik schlägt Spenderinnen anhand phänotypischer Übereinstimmung vor (Aussehen, Blutgruppe, in manchen Ländern auch Bildung/Interessen).

3. Zyklussynchronisation – die hormonelle Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin wird mit dem Zyklus der Spenderin oder mit bereits eingefrorenen Eizellen aus einer Eizellbank abgestimmt.

4. Stimulation und Follikelpunktion bei der Spenderin – die Spenderin durchläuft eine kontrollierte ovarielle Stimulation und Follikelpunktion.

5. Befruchtung – die Eizellen werden mit dem Sperma des Partners oder eines Spenders befruchtet, meist mittels ICSI.

6. Embryonenkultur – das Embryologie-Team verfolgt die Entwicklung bis zum 3. oder 5. Tag (Blastozystenstadium).

7. Embryotransfer – ein, seltener zwei Embryonen werden in die vorbereitete Gebärmutter der Empfängerin übertragen.

8. Unterstützung der Lutealphase und Schwangerschaftstest.

Wie wird die Spenderin ausgewählt?

Die Kriterien für Spenderinnen sind in den meisten EU-Ländern ähnlich: Alter zwischen 18 und 35 Jahren, keine erblichen genetischen Erkrankungen in der Familienanamnese, negative Ergebnisse bei Infektionskrankheiten sowie hormonelles und genetisches Screening (Karyotyp, Trägerschaft der häufigsten rezessiven Mutationen). Die phänotypische Übereinstimmung (Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße, Blutgruppe) ist in Ländern mit anonymem Spendemodell Standard.

Es gibt zwei grundlegende Modelle:

  • Anonyme Spende – die Identität der Spenderin wird nicht offengelegt; angewendet in Spanien, Griechenland, Tschechien, Nordzypern und Georgien
  • Nicht-anonyme Spende / „Identity-Release“-Modell – das durch die Spende gezeugte Kind kann mit Erreichen der Volljährigkeit Informationen über die Spenderin erhalten; dieses Modell gilt z. B. in Österreich und im Vereinigten Königreich
Symbolbild: cremefarbene Formen, die Spermienzellen ähneln, bewegen sich auf eine rote Blüte zu, auf rosafarbenem Hintergrund.

 

Rechtlicher Rahmen und Richtpreise nach Ländern

Spanien

Anonyme Spende, größter Spenderinnen-Pool Europas, gesetzliche Begrenzung auf höchstens sechs Kinder pro Spenderin (einschließlich ihrer eigenen leiblichen Kinder). Richtpreis: €6.000–€9.500 pro Zyklus.


Griechenland

Anonyme Spende mit der Möglichkeit, dass die Empfängerin grundlegende, nicht identifizierende Informationen über die Spenderin erhält. Obere Altersgrenze für Empfängerinnen in der Regel bis 54 Jahre, ab 50 Jahren mit zusätzlichen Untersuchungen. Richtpreis: €5.000–€7.000.


Tschechien

Streng anonyme Spende, phänotypische Übereinstimmung gesetzlich vorgeschrieben. Seit 1. Jänner 2026 gilt ein neues Gesetz, das die Aufwandsentschädigung für Spenderinnen auf die tatsächlichen Kosten begrenzt und ein Maximum von sechs Spenden im Leben einer Spenderin einführt – dies könnte die Verfügbarkeit von Spenderinnen in nächster Zeit beeinflussen. Richtpreis: €4.200–€5.500.


Nordzypern (TRNC)

Anonyme Spende, eine der flexibelsten Regelungen der Region – höhere Altersgrenze für Empfängerinnen, in bestimmten Fällen auch Geschlechtswahl des Kindes möglich. Richtpreis: €5.000–€6.500.


Georgien

Anonyme Spende, gesetzlich geregelt, auch für alleinstehende Frauen zugänglich. Die Regulierung ist weniger standardisiert als in EU-Ländern, weshalb die Preise stärker variieren als in Europa. Richtpreis: $5.500–$9.500 (Pakete werden häufig in USD angegeben).


Österreich (zum Vergleich)

In Österreich ist die Eizellspende seit 2015 legal, jedoch ausschließlich im nicht-anonymen Modell – die Spenderin muss zustimmen, dass ihre Identität dem Kind nach Vollendung des 18. Lebensjahres zugänglich gemacht wird, was die Zahl verfügbarer Spenderinnen deutlich einschränkt und die Wartezeit verlängert. Der Verfassungsgerichtshof hat zudem angeordnet, dass die Zugangsbeschränkung zur Kinderwunschbehandlung für alleinstehende Frauen spätestens bis März 2027 aufgehoben werden muss, was die Regelungen zusätzlich verändern könnte. Aufgrund des begrenzten Spenderinnenangebots ist der Markt nicht in demselben Maß standardisiert wie in den oben genannten Ländern, weshalb die Preise klinikindividuell festgelegt werden.

Hinweis: Alle genannten Preise sind Richtwerte, die aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen und je nach Klinik, Protokoll und enthaltenen Leistungen (Medikamente, genetische Tests, Einfrieren, zusätzliche Transfers) variieren.

Worauf man bei der Wahl von Land und Klinik achten sollte

  • Ob der Preis „alles inklusive” ist oder Medikamente, Tests und ein eventueller zusätzlicher Transfer separat berechnet werden
  • Anzahl der im Paket enthaltenen Versuche/Transfers
  • Ob die Klinik garantierte Programme anbietet (Rückerstattung bei Misserfolg) und unter welchen Bedingungen
  • Kriterien und Transparenz bei der Auswahl der Spenderin
  • Ob das Reiseziel realistisch erreichbar ist – Flüge, Sprache, Logistik

Fazit

Die Eizellspende ist heute eine gut etablierte und sichere Methode der Reproduktionsmedizin, doch die Wahl von Land und Klinik hängt von mehreren Faktoren ab – nicht nur vom Preis. Gesetzliche Rahmenbedingungen, Spendemodell, Verfügbarkeit von Spenderinnen und Transparenz der Klinik sind ebenso wichtig wie der Paketpreis selbst.

Wenn Sie eine Eizellspende in Erwägung ziehen und nicht sicher sind, welches Land und welche Klinik am besten zu Ihrer Situation passen, unterstützt Sie unser Team dabei, die Optionen zu vergleichen, zu verstehen, was im Preis enthalten ist, und sich auf den nächsten Schritt vorzubereiten.

Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch mit dem VivaFert-Team und erfahren Sie, welche Option am besten zu Ihrer Situation passt.